Stromausfall Checkliste: 10 Punkte für den Ernstfall

Diese Stromausfall Checkliste fasst die Vorsorge-Empfehlungen des BBK in 10 abarbeitbare Punkte zusammen. Wer alle Punkte erfüllt, ist für die ersten Tage eines längeren Stromausfalls oder Blackouts gerüstet — ohne Hamsterkäufe, mit haushaltsüblichen Mitteln. Richtwert: Vorrat für bis zu 10 Tage, mindestens aber für 3 Tage.

Quelle: BBK, Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen" und Checkliste Notfallvorsorge (abgerufen Juni 2026).

Die 10 Punkte im Überblick

  1. Wasser bevorraten: 2 Liter pro Person und Tag, für bis zu 10 Tage — also 20 Liter pro Person. Zusätzlich 0,5–1 Liter pro Tag für Kochen und Hygiene. Mineralwasser in Flaschen ist praktisch unbegrenzt lagerfähig.
  2. Lebensmittel für 10 Tage: haltbar, ohne Kühlung lagerbar, möglichst kalt verzehrbar — Konserven, Knäckebrot, Hartkekse, Nüsse, Trockenfrüchte. Vorrat rotieren: Was abläuft, wird gegessen und ersetzt.
  3. Licht: mindestens eine LED-Taschenlampe pro Person plus Stirnlampe, dazu reichlich Ersatzbatterien. Kerzen nur als Reserve und nie unbeaufsichtigt.
  4. Information: batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio. Im Blackout sind Radiosender die verlässlichste Informationsquelle der Behörden.
  5. Strom für Kleingeräte: geladene Powerbanks (Richtwert: mindestens 10.000 mAh pro Person), Ladekabel, ggf. ein Solarladegerät. Smartphone im Notfall in den Stromsparmodus schalten.
  6. Wärme: warme Kleidung im Zwiebelprinzip, Decken, Schlafsäcke. Im Winter einen Raum gemeinsam nutzen — Körperwärme und gute Isolierung halten erstaunlich lange warm.
  7. Kochen ohne Strom: Camping- oder Spirituskocher mit ausreichend Brennstoff — nur im Freien oder auf dem Balkon verwenden (Kohlenmonoxid-Gefahr in Innenräumen).
  8. Hausapotheke & Medikamente: Erste-Hilfe-Material nach DIN 13157 oder Verbandkasten, persönliche Dauermedikamente für mindestens 7 Tage, Fieberthermometer, Desinfektionsmittel.
  9. Bargeld: Vorrat in kleinen Scheinen und Münzen — Kartenzahlung und Geldautomaten fallen im Stromausfall aus. Höhe nach eigenem Bedarf; gängige Empfehlung sind ein bis zwei Wocheneinkäufe.
  10. Dokumente & Notfallplan: Dokumentenmappe mit Kopien (Ausweise, Versicherungen, Verträge), wichtige Rufnummern auf Papier, Familien-Treffpunkte vereinbart — Details unter Blackout Vorbereitung.

Extra-Punkte für besondere Situationen

  • Haustiere: Futter und Wasser für 10 Tage, Transportbox.
  • Babys: Nahrung, Windeln, Feuchttücher für mindestens eine Woche.
  • Pflege & Medizin: Bei elektrischen Hilfsmitteln (Beatmung, Sauerstoff, gekühltes Insulin) frühzeitig Notfall-Absprache mit Arzt, Pflegedienst und ggf. Netzbetreiber treffen.
  • Auto: Tank nie unter einem Viertel — Tankstellen fallen im Blackout aus; das Autoradio ist zudem eine Informationsquelle.

Wer die Liste abgearbeitet hat und tiefer einsteigen will, findet unter Notfallausrüstung Stromausfall sinnvolle Ausrüstung in drei Ausbaustufen — vom Grundschutz bis zur autarken Stromversorgung.

Häufige Fragen

Was braucht man bei einem Stromausfall am dringendsten?

Licht (Taschenlampe), Information (Batterieradio), Wasser und haltbare Lebensmittel. Diese vier Punkte decken die ersten Stunden bis Tage ab — alles Weitere (Kochen, Wärme, Bargeld, Medikamente) baut darauf auf.

Für wie viele Tage sollte die Checkliste ausgelegt sein?

Das BBK empfiehlt einen Vorrat für bis zu 10 Tage, mindestens jedoch für 3 Tage. Die kritischste Phase eines Blackouts sind die ersten 72 Stunden, in denen Behörden ihre Notfallstrukturen aufbauen.

Wie viel Bargeld sollte man zu Hause haben?

Eine feste behördliche Vorgabe gibt es nicht. Praktisch bewährt hat sich ein Betrag in Höhe von ein bis zwei Wocheneinkäufen in kleinen Scheinen und Münzen, da Wechselgeld im Notfall knapp ist.

Quellen